PARTEIEN - GEGEN KÜRZUNG BEIM SCHULBIOLOGIEZENTRUMr

>> Protest gegen die Kürzung im Schulbiologiezentrum - für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Schulbiologiezentrums

 
DIE PARTEIEN "Praxisoritentierte Unterrichtskurse für jährlich rund 15 000 Schüler - Grüne fordern Aufstockung"
SPD  
HAZ, 18.08.2009 >> Land kürzt bei Umweltbildung. ... Stefan Politze, SPD-Landtagsabgeordneter, hat eine Anfrage gestellt: Die Auswirkungen für einen sonst so hoch gelobten außerschulischen Lernort seien erheblich. ...>> mehr
Anfrage im nds.Landtag am 28.08.2009 - und Antwort >> Kleine Anfrage der Abgeordneten Jüttner und Politze im nds. Landtag zur mündlichen Beantwortung in der Fragestunde des Landtages am 28.08.2009 .... Frage: Welche konkreten Auswirkungen (insbesondere im Bereich der schulischen und außerschulischen
Zusammenarbeit, den Angeboten und Kursen) haben die Kürzungen auf die außerschulischen Zentren? ... Antwort: Durch die Kürzung werden zukünftig im geringen Umfang weniger Schulklassen durch Lehrkräfte begleitet werden können. Dies schließt jedoch eine Betreuung der Schulklassen durch Angestellte des Zentrums nicht aus. >> mehr als pdf (29 kb)
PM 02.09.2009 PRESSEMITTEILUNG POLITZE zur Antwort: Nach den alarmierenden Meldungen über Kürzungen im Schulbiologiezentrum Hannover hatten die Landtagsabgeordneten Jüttner und Polize eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet, denn die bevorstehende Reduzierung der Stundenzahl um 25 % wird nach einhelliger Meinung aus Stadtpolitik und Schullandschaft negative Auswirkungen auf die Arbeit an der Schule haben.
Die Antworten der Landesregierung ließen keine Frage bezüglich der Absichten der Landesregierung offen. "Es ist eine Unverschämtheit, dass sich die Landesregierung mit solchen Antworten ihrer Bildungsverantwortung entzieht." so Politze. Denn Landesregierung gab in ihrer Antwort bekannt, dass eine Betreuung auch durch Personal des Zentrums durchgeführt werden könne, welches selbstverständlich durch den ohnehin schon überlasteten Förderverein finanziert wird.
Vor dem Hintergrund massiver Einsparungsversuche und erheblichem Lehrkräftemangel der verschleiert werden soll, sollen die fehlenden Stunden durch solche und ähnliche Maßnahmen ausgeglichen werden.
Tatsache ist, dass durch solche Maßnahmen beinahe die Hälfte der errungenen Lehrzeit für Fahrten zwischen den Schulen sinnlos verschwendet werden. Dies führt zu insgesamt weniger naturwissenschaftlichem Unterricht und zu mehr, wie die Landesregierung in ihrer Antwort glaubhaft machen will. "So wird unsere Bildung durch die Landesregierung kaputtgespart" führt Politze aus, "Betriebswirtschaftlich gesehen ist das untragbar was die CDU dort betreibt.

Stellungnahme des Fördervereins

03.09.2009

>> Kritik des Fördervereins an der Antwort des Kultusministeriums: Das Kultusministerium hatte auf eine Anfrage der beiden Hannoveraner Landtagsabgeordneten Jüttner und Politze geantwortet: "Durch die Kürzung werden zukünftig im geringen Umfang weniger Schulklassen durch Lehrkräfte begleitet werden können. Dies schließt jedoch eine Betreuung der Schulklassen durch Angestellte des Zentrums nicht aus." Der Förderverein hat die Entscheider im Kultusministerium eingelasen, sich im Gespräch im Schulbiologiezentrum mit den an das Schulbiologiezentrum abgeordneten Lehrkräften und den Schulleitungen der "Stammschulen" sachkundig zu machen >> mehr
HAZ, 18.08.2009 >> Land kürzt bei Umweltbildung. ... Die Grünen im Rat kritisieren die Kürzung. Die Landesregierung agiere konzeptlos, um einige Lehrerstunden zusammenzukratzen, sagt Regine Kramarek. „Das Schulbiologiezentrum bietet praxisorientierte Unterrichtskurse für jährlich rund 15 000 Schüler.“ Ihr Ratskollege Mark Bindert fordert eine Aufstockung der Stunden statt der Kürzung“...>> mehr
Die Grünen  
26.11.2009

Brief von Ina Korter an Frau Kultusministerin Heister-Neumann: am Dienstag dieser Woche haben Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen des Landtages bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen einer Tagung "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Loccum die hohe B-deutung der Umweltbildung herausgestellt. Die Bildung für nachhalti-ge Entwicklung ist darüber hinaus ein bedeutender Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. ....... Ich möchte Sie daher bitten, die geplanten Kürzungen der Lehrerin-nen- und Lehrerstunden für das Schulbiologiezentrum in Hannover nicht zu vollziehen und so eine weitere erfolgreiche Arbeit dieser Einrichtung aufrecht zu erhalten. >> Brief von Ina Korter als pdf,18 kb >> Brief als html

PM, 17.08.2009 PRESSEMITTEILUNG: Grüne fordern: Keine Kürzungen der Lehrerstunden im Schulbiologiezentrum Hannover
Kramarek und Bindert: Umweltbildung und Bildungsqualität spielt für die Landesregierung keine Rolle
Das Land hat angekündigt, die Unterrichtstunden der Lehrer im Schulbiologiezentrum um 25 % Prozent zu kürzen. So werden vermutlich die fehlenden Lehrerstunden in der Statistik für die allgemein bildenden Schulen schön gerechnet.
„Damit wird das pädagogische Fundament des Schulbiologiezentrums nachhaltig geschädigt. Offensichtlich interessiert sich die Landesregierung keinen Deut um die Qualität der Bildung für unsere Kinder! Ich bin entsetzt, wie konzeptlos und rigide die Landesregierung mit unseren Bildungseinrichtungen umgeht, um ihre Lehrerstunden zusammenzukratzen. Das Schulbiologiezentrum bietet praxisorientierte und naturnahe Unterrichtskurse für jährlich 650 Schulklassen mit rund 15.000 SchülerInnen an, die weiterhin gewährleistet sein sollten, “ sagt Regine Kramarek, schulpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion.
Das Schulbiologiezentrum Hannover ist das größte Umweltzentrum in Niedersachsen. Wenn das Land die zugeordneten Lehrerstunden um 25 % kürzt, können die Lehrer nur noch an zwei Tagen im Schulbiologiezentrum unterrichten. Wegfallende Kurse, weniger Praktikantenbetreuung und mangelnde Aktualisierung der Arbeitsmaterialien sind nur wenige Beispiele für die Folgen. Das pädagogische Fundament der Einrichtung würde weg brechen.
„Wir verurteilen aufs Schärfste das Vorgehen des Landes, weil damit auch dem Forschungs- und Wissenschaftsstandort Hannover / Deutschland ein irreparabler Schaden zugefügt wird. Nirgends sonst wird in einer solch freien und hoch motivierenden Umgebung, Kindern und Jugendlichen der Zugang zu allen naturwissenschaftlichen Bereichen ermöglicht. Ich fordere deshalb statt einer Kürzung um 25% umgehend eine Aufstockung um 100% mit naturwissenschaftlichem oder pädagogischen Personal!“ Sagt Mark Bindert, grüner Schulpolitiker der Ratsfraktion im Schulausschuss.
Hintergrund:
Das Land plant die abgeordneten Lehrerstunden im Schulbiologiezentrum um 25% zu kürzen, damit ist die gesamte Arbeitsstruktur des Zentrums stark gefährdet. Die betroffenen Lehrkräfte sollen dadurch ihre Stundenkapazität an ihren Stammschulen erhöhen können.
HAZ, 18.08.2009 >> Land kürzt bei Umweltbildung. ... Die Grünen im Rat kritisieren die Kürzung. Die Landesregierung agiere konzeptlos, um einige Lehrerstunden zusammenzukratzen, sagt Regine Kramarek. „Das Schulbiologiezentrum bietet praxisorientierte Unterrichtskurse für jährlich rund 15 000 Schüler.“ Ihr Ratskollege Mark Bindert fordert eine Aufstockung der Stunden statt der Kürzung“...>> mehr
CDU  
HAZ, 19.08.2009

>> Kritik an Stundenkürzung. Barbara Frank, schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, lobt die „beachtenswerte“ Arbeit des Zentrums. „Ich hoffe, dass sich trotz Lehrermangels an den Schulen eine andere Lösung finden lässt.“..>> mehr

28.08.2009 >> Prüfung anderer Möglichkeiten. Die CDU hat sich in einem Schreiben an das Kultusministerium gewendet.
  ... in jüngster Zeit war u.a. Zeitungsberichten zu entnehmen, dass die Stundenzahl der Fachlehrer, die im Schulbiologiezentrum Hannover tätig sind, reduziert werden soll. Als Grund für die Kürzung der Stundenzahl wird angegeben, dass die Lehrkräfte des Schulbiologiezentrums eine höhrere Stundenzahl in ihren Stammschulen leisten sollen, um damit den Fachlehrermangel in den naturwissenschaftlichen Fächern zu reduzieren.
  Wir sind uns zwar bewußt, dass der Fachlehrermangel in den naturwissenschaftlichen Fächern dringend abgebaut werden muss, halten jedoch den Weg über die Reduzierung der Stundenzahl der Lehrkräfte am Schulbiologiezentrum für ungünstig, weil damit die bisher hervorragende Arbeit die dort geleistet wird, beeinträchtigt werden wird.
  Daher wenden wir uns an Sie, mit der höflichen Bitte um Prüfung anderer Möglichkeiten dem Fachlehrermangel in den Naturwissenschaften zu begegnen als der Kürzung der Lehrerstunden am Schulbiologiezentrum ...>> mehr als pdf (230 kb).

INA KORTER, Brief, 26.11.2009

Lehrerstundenzuweisung für das Schulbiologiezentrum Hannover

Niedersächsisches Kultusministerium Frau Ministerin Heister-Neumann Schiffgraben 12 30159 Hannover

Sehr geehrte Frau Ministerin Heister-Neumann,

am Dienstag dieser Woche haben Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen des Landtages bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen einer Tagung "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Loccum die hohe B-deutung der Umweltbildung herausgestellt. Die Bildung für nachhalti-ge Entwicklung ist darüber hinaus ein bedeutender Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.
Umso mehr erstaunt mich die geplante Kürzung von Lehrerinnen- und Lehrerstunden im Schulbiologiezentrum Hannover. Meines Erachtens ist das Schulbiologiezentrum in Hannover ein herausragendes Beispiel für erfolgreiche außerschulische Umweltbildung. Wenn wir nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung wirklich ernst nehmen, sind Lernorte, an denen Schülerinnen und Schüler Natur und Umwelt viel plastischer erfahren und begreifen können, als dieses in der Schule möglich ist, unverzichtbar. Notwendige Voraussetzung erfolgreicher Umweltbildung in den Umweltbildungszentren ist die zielgruppengemäße pädagogische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, die wiederum entsprechend ausgebildetes Personal - mithin Lehrerinnen und Lehrer - voraus-setzt.

Darüber hinaus beklagen wir seit Jahren, dass es uns nicht in aus-reichendem Maße gelingt, Schülerinnen und Schüler für naturwissen-schaftliche Fächer und Themen zu interessieren, was sich in einem eklatanten Fachkräftemangel in den MINT-Bereichen niederschlägt. Um diesem Problem zu begegnen, findet seit einigen Jahren mit einem nicht unerheblichen Budget die
IdeenExpo in Hannover statt. Außerschulische Umweltbildungszentren folgen dem gleichen Grundgedanken: Naturwissenschaftliche Zusammenhänge didaktisch aufzubereiten, erleb- und erfahrbar zu machen und Schülerinnen und Schüler so nachhaltig für dieses Themenspektrum zu interessieren; dieses jedoch zu deutlich geringeren Kosten.

Ich möchte Sie daher bitten, die geplanten Kürzungen der Lehrerin-nen- und Lehrerstunden für das Schulbiologiezentrum in Hannover nicht zu vollziehen und so eine weitere erfolgreiche Arbeit dieser Einrichtung aufrecht zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Ina Korter

  Anfrage zweier SPD-Abgeordneten im nds. Landtag

>> Kleine Anfrage der Abgeordneten Jüttner und Politze im nds. Landtag zur mündlichen Beantwortung in der Fragestunde des Landtages am 28.08.2009 .... . >> mehr als pdf (29 kb)

Die interessanteste Frage in der Anfrage: Welche konkreten Auswirkungen (insbesondere im Bereich der schulischen und außerschulischen Zusammenarbeit, den Angeboten und Kursen) haben die Kürzungen auf die außerschulischen Zentren?

Die interessanteste Antwort des Kultusministeriums: "Durch die Kürzung werden zukünftig im geringen Umfang weniger Schulklassen durch Lehrkräfte begleitet werden können. Dies schließt jedoch eine Betreuung der Schulklassen durch Angestellte des Zentrums nicht aus"

PM, 03. 09.2009 Antwort auf die Anfrage im nds. Landtag

Der Förderverein lädt die Entscheider im Kultusministerium ein, sich im Gespräch im Schulbiologiezentrum mit den an das Schulbiologiezentrum abgeordneten Lehrkräften und den Schulleitungen der "Stammschulen" sachkundig zu machen. Das Kultusministerium hatte auf eine Anfrage der beiden Hannoveraner Landtagsabgeordneten Jüttner und Politze geantwortet: "Durch die Kürzung werden zukünftig im geringen Umfang weniger Schulklassen durch Lehrkräfte begleitet werden können. Dies schließt jedoch eine Betreuung der Schulklassen durch Angestellte des Zentrums nicht aus."

In der letzten Woche der Sommerferien wurde bekannt: die bislang 95 an das Schulbiologiezentrum - die Freiluftschule Burg und den Botanischen Schulgarten Burg - angeordneten Lehrerstunden sollen um 25 Stunden gekürzt werden. Die drei Vollzeitkräfte sollen nahezu die Hälfte ihrer Stunden an ihren drei Stammschulen leisten, der Leibnizschule, der IGS Mühlenberg und der IGS List.

Nun liegt die Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Wolfgang Jüttner und Stefan Politze im nds. Landtag vor. Besonders verblüffend ist die Darstellung der Folgen der Kürzung in der auf die Frage nach den konkreten Auswirkungen: "Durch die Kürzung werden zukünftig im geringen Umfang weniger Schulklassen durch Lehrkräfte begleitet werden können. Dies schließt jedoch eine Betreuung der Schulklassen durch Angestellte des Zentrums nicht aus."

Hans-Dieter Keil-Süllow, der Vorsitzende des Fördervereins des Schulbiologiezentrums Hannover, ist sicher: "Wenn die für die Kürzung Verantwortlichen hier im Schulbiologiezentrum mit den Lehrkräften sprechen würden oder Veranstaltungen im Schulbiologiezentrum als Eltern oder Lehrkräfte besuchen würden, dann würden sie erkennen, dass hier beispielhafter Unterricht stattfindet. Im Schulbiologiezentrum werden nicht nur 'Schulklassen durch Lehrkräfte begleitet'.

Dann würden sie sehen, dass die die Schüler begleitenden Lehrkräfte viele Anregungen für qualitativ hochwertigen Unterricht in ihrer Schule mit Pflanzen, Tieren und Materialien bekommen und in den Unterricht im Schulbiologiezentrum einbezogen werden. Und dass diese Lehrkräfte diese Dinge auch gleich im Schulbiologiezentrum ausleihen können. Lehrerfortbildung auf hohem Niveau."

"Wenn die Verantwortlichen mit den drei Schulleitern sprechen würden, dann würden sie verstehen, dass die drei Lehrkräfte für den Unterricht in den Stammschulen wichtiger sind - als Multiplikatoren für den Unterricht auch an ihren Schulen. "

"Dann würden sie vielleicht auch erkennen, welcher Schaden für den Unterricht in den vielen Schulen in Hannover, in der Region Hannover, in Niedersachsen und in Deutschland entsteht.


Welcher Schaden entsteht - um nur einige Beispiele zu nennen -
- wenn die Lehrkräfte z.B. nicht mehr die Möglichkeit haben, aus dem Unterricht heraus ganz praktische Arbeitsunterlagen zu erstellen, die in hoher Anzahl von der Homepage des Fördervereins heruntergeladen werden,
- wenn die Lehrerfortbildung nicht mehr oder nicht mehr in dem Umfang stattfindet.
- wenn die Praktikanten und FÖJler nicht mehr betreut werden können
- wenn mit den Sonntagsvormittagsveranstaltungen nicht mehr bei den Kindern und Eltern das Interesse an naturwissenschaftlichem Wissen geweckt wird."

Der Förderverein hat den zuständigen Mitarbeiter und die Entscheider im Kultusministeriums zu einem Gespräch im Schulbiologiezentrum mit den Lehrkräften und mit den Schulleitern der Stammschulen eingeladen, so dass er und die Entscheider im Kultusministerium zu einer adäquateren Einschätzung des Schadens kommen können, der durch die Kürzung entsteht.

Anbei die Anfrage der Abgeordneten im Landtag und die Antwort.

Anbei unsere Ansicht von den Leistungen des Schulbiologiezentrums.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen.

Herzliche Grüße

Hans-Dieter Keil-Süllow