| STADTRAT HANNOVER - GEGEN KÜRZUNG BEIM SCHULBIOLOGIEZENTRUMr |
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>> Protest gegen die Kürzung im Schulbiologiezentrum - für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Schulbiologiezentrums |
| >> Unterschriftenliste | >> Presse | >> Förderverein |
| >> Parteien | >> Nutzer |
| Dringlichkeitsantrag in den Rat der Landeshauptstadt |
| >> Antrag Drs. 1981/2009 |
Die Verwaltung wird beauftragt, die Niedersächsische Landesregierung dazu aufzufordern, die angekündigte Kürzung der abgeordneten Unterrichtsstunden um 25% im Schulbiologiezentrum Hannover zurückzunehmen |
| 17.09.2009 | In der Ratsversammlung am 17.09.2009 wurde die erforderliche Mehrheit für die Dinglichkeit nicht erreicht. Die CDU-Fraktion stimmte dem Antrag auf Dringlichkeit nicht zu. |
| 22.10.2009 | Der Antrag stand erneut auf der Tagesordnung des Rates. In dieser Ratsversammlung zog die CDU den Antrag zur Beratung in die Fraktion. |
| 26.10.2009 | Herr Markuth im Kultusministerium formuliert seine Antwort an die Schuldezernentin der Landeshauptstadt, Frau Drewermann. Das Schreiben ging am 17.11.2009 bei der Stadt ein. |
| 28.10.2009 | Herr Markurth vom Kultusministerium trifft sich zu einem Gespräch im Schulbiologiezentrum, zu dem der Förderverein Herrn Markurth am 03.09.2009 eingeladen hatte. Es ist unklar, wie die Tatsache zu bewerten ist, dass Herr Markurth zwei Tage vor dem Gespräch eine abschließende Stellungnahme an die Landeshauptstadt formuliert hat, in dem er die Kürzung von Lehrerstunden mit einer (zudem unrichtigen) Anzahl der städtischen MitarbeiterInnen zu verteidigen versucht. Dieses Handeln spricht jedenfalls nicht dafür, dass Herr Markurth gewillt ist, Fakten und Argumente der Lehrkräfte, der Landesschulbehörde, des Personalrates in der Landesschulbehörde, des Schulträgers, der NutzerInnen und der Stammschulen aufzunehmen und die Grundlagen seiner Entscheidung neu zu bewerten. |
| 11.2009 | In der Novembersitzung des Rates wird dem Antrag der CDU stattgegeben, den Antrag in den Schulausschuss zur Beratung zu geben. |
| HAZ, 19.11.2009 | >> Land kürzt im Zentrum für Schulbiologie : Zum 1. Februar 2010 sollen die drei Lehrer jeweils ein Drittel ihrer Arbeitszeit an ihren Stammschulen verbringen. Für die konkrete Arbeit im Schulbiologiezentrum bedeute das den Verlust von weit mehr Stunden, schon allein durch Fahrtzeiten zwischen den Dienstorten, betont Schuldezernentin Drevermann. Auch die so wichtige Präsenz außerhalb der reinen Unterrichtszeit wäre nicht mehr gewährleistet, da die Lehrer dann verstärkt in den Schulalltag eingebunden wären, an Konferenzen und anderen Veranstaltungen teilnehmen müssten. Die Stadt selbst finanziert insgesamt 26 Mitarbeiter auf rund 21 Vollzeitstellen sowie zusätzlich zwölf Auszubildende, die alle keine Pädagogen sind. Sie gewährleisten den Betrieb des Schulbiologiezentrums sowie die Pflege der Gärten und Tiere. |
| HAZ, 26.11.2009 | >> Schulausschuss kämpft für Schulbiologie Die vom Land angekündigten Kürzungen im Schulbiologiezentrum sind gestern im Schulausschuss auf heftige Kritik gestoßen....Garnet Eichholz vom Stadtelternrat betonte, für Kinder sei das Lernen mit Hand, Herz und Verstand im Schulbiologiezentrum besonders wichtig und einprägsam. Die Lehrer sind dort vielfältig eingesetzt: Sie unterrichten, bilden Studenten aus und Lehrer fort, entwickeln Arbeitshilfen für den Unterricht und beraten ihre Kollegen an den Schulen. |
| NP, 26.11.2009 | >> Rückendeckung für Schulsozialarbeiter : CDU und FDP verteidigten die Kürzungen, da es einen großen Fachlehrermangel gebe und die Priorität auf dem Unterricht in der Schule liegen sollte. Dem widersprach Garnet Eichholz vom Stadtelternrat: Gerade im Schulbiologiezentrum lernen die Kinder mit Herz, Hand und Verstand viel effektiver. |
| HAZ, 26. 11.2009 | Schulausschuss kämpft für Schulbiologie |
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VON BÄRBEL HILBIG Die vom Land angekündigten Kürzungen im Schulbiologiezentrum sind gestern im Schulausschuss auf heftige Kritik gestoßen.
Die drei im Zentrum in Vollzeit eingesetzten Lehrer sollen jeweils mit einem Drittel ihrer Arbeitszeit an ihre Mutterschulen zurückkehren. Als Grund führt das Land den Lehrermangel speziell in Naturwissenschaften an.
Der Ministerpräsident lässt sich für die IdeenExpo feiern, aber das Schulbiologiezentrum soll für das Missmanagement in der Lehrerversorgung büßen, sagte Michael Klie (SPD). Garnet Eichholz vom Stadtelternrat betonte, für Kinder sei das Lernen mit Hand, Herz und Verstand im Schulbiologiezentrum besonders wichtig und einprägsam. Die Lehrer sind dort vielfältig eingesetzt: Sie unterrichten, bilden Studenten aus und Lehrer fort, entwickeln Arbeitshilfen für den Unterricht und beraten ihre Kollegen an den Schulen.
Mark Bindert (Grüne) erklärte, speziell die jetzt verstärkt eingestellten Quereinsteiger seien auf Beratung und Fachkompetenz des Schulbiologiezentrums angewiesen. Zum Teil bekommen die Fachleute am Zentrum 38 Anrufe am Tag allein von Quereinsteigern. Denen fehlen in Zukunft die Ansprechpartner.
Jens Meyburg (FDP) bedauerte die zum Februar geplante Kürzung, verwies aber auf den gravierenden Lehrermangel. Die Stadt sollte mit dem Land konkret verhandeln, wann die gekürzten Stunden zurückgegeben werden.
Der Schulausschuss beschloss stattdessen, die Rücknahme der Kürzung zu fordern.
In der Bürgerfragestunde erkundigte sich der zwölfjährige Michael Golly, ob Schüler mitentscheiden dürfen, wenn ihre Schule auf Ganztagsbetrieb umstellt. Der Achtklässler vom Kurt-Schwitters-Gymnasium berichtete, dass viele Mitschüler nachmittags lieber weiter ihren Sportverein oder Musikunterricht besuchen wollen. Elternvertretung: Für den Stadtelternrat werden Nachwahlen angesetzt. Schuldezernentin Marlis Drevermann berichtete, die Stadt sei nach rechtlicher Beratung in Abstimmung mit dem Land zu dieser Entscheidung gekommen.
Grundschule Hägewiesen: Der Schulausschuss hat beschlossen, das Land zum Erhalt der Sozialarbeiterstelle an der Grundschule Hägewiesen aufzufordern. Im Stadtteil Sahlkamp seien überdurchschnittlich viele Kinder aufgrund verstärkter Probleme auf besondere Unterstützung angewiesen. |
| NP, 26. 11.2009 | Rückendeckung für Schulsozialarbeiter |
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Zum einen geht es um den Erhalt des Schulsozialarbeiters an der Grundschule Hägewiesen. Christian Kerber arbeitet seit August 2008 an der Schule im sozialen Brennpunkt Sahlkamp. Doch die Einrichtung dieser Stelle war eine Fehlentscheidung der Landesschulbehörde, daher soll er versetzt werden. Sahlkamp-Mitte hat einen sehr großen Förderbedarf, betonte der schulpolitische Sprecher der SPDRatsfraktion, Michael Klie. Es sollte möglich sein, für die Schule, an die Kerber versetzt werden solle, eine zusätzliche Stelle zu schaffen. Auch FDP-Ratsherr Jens Meyburg stimmte zu: Es muss einen Bestandsschutz für diese Stelle geben. Die CDU hielt dagegen. Auch wenn der Sozialarbeiter dort sehr sinnvoll ist, müssen alle Grundschulen gleich behandelt werden, so Ratsfrau Kerstin Seitz. Das Land bezahlt Sozialarbeiter nur an Hauptschulen.
Der zweite Antrag wandte sich gegen die Kürzung der Unterrichtsstunden am Schulbiologiezentrum um 25 Prozent. Diese Kürzung bedeutet faktisch einen noch viel größeren Ausfall, so Klie, was eine Stellungnahme der Verwaltung bestätige. Die pädagogische Grundlage des Schulbiologiezentrums werde nachhaltig geschädigt, heißt es in dem Dringlichkeitsantrag. CDU und FDP verteidigten die Kürzungen, da es einen großen Fachlehrermangel gebe und die Priorität auf dem Unterricht in der Schule liegen sollte. Dem widersprach Garnet Eichholz vom Stadtelternrat: Gerade im Schulbiologiezentrum lernen die Kinder mit Herz, Hand und Verstand viel effektiver.
¦ Der Schulstadtelternrat wird in Absprache mit dem Land neu gewählt,
gab Dezernentin Marlis Drevermann bekannt. Das Gremium war durch Querelen
kaum arbeitsfähig, der Vorstand zurückgetreten. kra
Mark Bindert (Grüne) erklärte, speziell die jetzt verstärkt eingestellten Quereinsteiger seien auf Beratung und Fachkompetenz des Schulbiologiezentrums angewiesen. Zum Teil bekommen die Fachleute am Zentrum 38 Anrufe am Tag allein von Quereinsteigern. Denen fehlen in Zukunft die Ansprechpartner.
Jens Meyburg (FDP) bedauerte die zum Februar geplante Kürzung, verwies aber auf den gravierenden Lehrermangel. Die Stadt sollte mit dem Land konkret verhandeln, wann die gekürzten Stunden zurückgegeben werden.
Der Schulausschuss beschloss stattdessen, die Rücknahme der Kürzung zu fordern.
In der Bürgerfragestunde erkundigte sich der zwölfjährige Michael Golly, ob Schüler mitentscheiden dürfen, wenn ihre Schule auf Ganztagsbetrieb umstellt. Der Achtklässler vom Kurt-Schwitters-Gymnasium berichtete, dass viele Mitschüler nachmittags lieber weiter ihren Sportverein oder Musikunterricht besuchen wollen. Elternvertretung: Für den Stadtelternrat werden Nachwahlen angesetzt. Schuldezernentin Marlis Drevermann berichtete, die Stadt sei nach rechtlicher Beratung in Abstimmung mit dem Land zu dieser Entscheidung gekommen.
Grundschule Hägewiesen: Der Schulausschuss hat beschlossen, das Land zum Erhalt der Sozialarbeiterstelle an der Grundschule Hägewiesen aufzufordern. Im Stadtteil Sahlkamp seien überdurchschnittlich viele Kinder aufgrund verstärkter Probleme auf besondere Unterstützung angewiesen. |
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Schulausschuss, 25.11.2009 |
Stellungnahme der Verwaltung - zum Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Rücknahme der Kürzungen abgeordneter Unterrichtsstunden im Schulbiologiezentrum durch die Landesschulbehörde |
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Die Verwaltung wird beauftragt, die Niedersächsische Landesregierung dazu aufzufordern, die angekündigte Kürzung der abgeordneten Unterrichtsstunden um 25% im Schulbiologiezentrum Hannover zurückzunehmen. Stellungnahme der Verwaltung Das Schulbiologiezentrum der Stadt Hannover besteht aus dem botanischen Schulgarten Burg, dem Schulgarten Linden, der Freiluftschule Burg und der Zooschule. Am Standort des botanischen Schulgartens Burg sind zurzeit 3 Lehrkräfte mit Vollzeitstellen tätig. Eine Vollzeitstelle entspricht im Durchschnitt 25 Unterrichtsstunden pro Woche. Laut Mitteilung der Landesschulbehörde an die Lehrer soll diese Regelung nur noch bis zu 1. Februar 2010 Bestand haben. Das Kultusministerium beabsichtigt, an diesem Standort 25 Unterrichtsstunden zu kürzen, das entspricht einer vollen Lehrerstelle (s. Anlage). Die drei Lehrkräfte sind für verschiedene Schulformen ausgebildet (Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien), so dass die Kürzung der Anrechnungsstunden auf alle Lehrkräfte verteilt werden müsste. Die geplante Streichung von 25 Anrechnungsstunden bedeutet einen tatsächlichen Verlust von weit mehr Stunden, da die drei Lehrkräfte zurzeit nicht nur die jeweils 25 Anrechnungsstunden im Schulbiologiezentrum tätig sind, sondern ihre gesamte Arbeitszeit von ca. 40 Stunden pro Woche. Da aufgrund der Stundenplangestaltung an den Schulen die geforderten 8 Unterrichtsstunden pro Lehrkraft nicht an einem und meist auch nicht an 2 Tagen abgeleistet werden können, sondern in der Regel auf 3 oder mehr Tage verteilt sind, bedeutet das einen zusätzlichen Verlust durch Fahrtzeiten zwischen den Dienstorten. Durch die vermehrte Einbindung in den Schulalltag mit Teilnahme an Besprechungen, Konferenzen, Elternsprechtagen etc. wird zusätzlich Zeit an der Schule benötigt, die dann dem Schulbiologiezentrum nicht mehr zur Verfügung steht. Die Haupttätigkeiten der Lehrer im Schulbiologiezentrum umfassen eigene Unterrichtstätigkeit, Lehrerfortbildung, Studentenausbildung, Beratung von Lehrern, Erstellung von Arbeitshilfen für den Schulunterricht. Damit haben diese Lehrkräfte eine wichtige Multiplikatorfunktion, die in diesem Umfang nach einer Kürzung um eine volle Stelle nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Im Jahr 2008 wurden im gesamten Schulbiologiezentrum durch eigene Lehrkräfte insgesamt 28.165 SchülerInnen in 1.425 Klassen unterrichtet, davon kamen rund 3.300 SchülerInnen aus der Region. Mit den Kürzungen lässt sich diese Pensum nicht mehr bewältigen. 42.6 Hannover / 25.11.2009 |
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Niedersächsisches Kultusministerium, verfasst am 26.10.2009, eingegangen am 17.11.2009 |
Antwort auf einen Brief von Frau Drevermann |
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Niedersächsisches Kultusministerium - Hannover, 26.10.2009
Frau Stadträtin Marlis Drevermann, Landeshauptstadt Hannover, Trammplatz 2, 30159 Hannover
Sehr geehrte Frau Stadträtin Drevermann,
vielen Dank für Ihr Schreiben zur Situation am Schulbiologiezentrum Hannover. Herr Staatssekretär Dr. Althusmann hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.
Ich teile Ihre Ansicht über die hervorragende Stellung des Schulbiologiezentrums in Hannover. Der außerschulische Lernort bietet Lehrerinnen und Lehrern insbesonder im naturwissenschaftlichen Bereich Möglichkeiten, ihre Fach- und Methodenkenntnisse zu erweitern oder auch neue Unterrichtsfelder zu erschließen. Diese Unterstützung und Beratung durch die Lehrkräfte im Schulbiologiezentrum führt zu einer besseren Qualität von Unterricht an den Schulen und zur Steigerung des Interesses der Schülerinnen und Schüler an den Naturwissenschaften.
Zu diesem Zweck bieten wir den Schulen in Niedersachsen ein Netz von derzeit 29 Regionalen Umweltbildungszentren und weiteren außerschulischen Lernorten wie z.B. die Niedersächsische Lernwerkstatt für solare Energiesysteme (NILS) ind Hameln, das Schul-LAB an der IGS Hannover-Mühlenberg, das phaeno in Wolfsburg oder den Serengetipark in Hodenhagen an.
Diese Standorte und zahlreiche weitere Schulprojekte zur Umweltbildung bzw. zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden in den Standorten der Landesschulbehörde von vier Fachberatern BNE koordiniert und betreut. Eine große Anzahl von Lehrkräften erhält Anrechnungsstunden, um in denaußerschulischen Lernorten oder in den Netzwerken die Schülerinnen und Schüler inihrem Handeln und Lernen im Bereich BNE zu unterstützen und die Schulen und Lehrkräfte zu beraten.
Vor dem Hintergrund der derzeitigen allgemeinen Unterrichtsversorgung vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich ist eine Reduzierung von Anrechnungsstunden zu Gunsten der Unterrichtsversorgung an den Schulen leider notwendig.
Das Schulbiologiezentrum Hannover ist eine über die Stadtgrenzen hinaus wirkende und allgemein anerkannte Einrichtung. Die Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt und dem Land hat sich seit Jahren sehr gut bewährt.
Insgesamt verfügt das Zentrum zurzeit über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit Jahrzehnten wird dieser Standort gegenüber den anderen außerschulischen Lernorten mit der höchsten Anzahl von Stellen bzw. Anrechnungsstunden ausgestattet.
Viele andere Lernstandorte sind nur mit einer geringen Anzahl von Anrechnungsstunden versehen. Kürzungen an den kleineren außerschulischen Lernorten würden dort schnell zu Schließungen oder zumindest zu einer nicht zu vertretenden Reduzierung des Angebotes führen. Die notwendige Kürzung im genannten Umfang ist bei dem Schulbiologiezentrum Hannover als dem größten Zentrum durchgeführt worden, da sie hier aufgrund der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ehesten zu vertreten ist. Das Kultusministerium wird sich allerdings bemühen, sobald eine erkennbare Verbesserung der Unterrichtsversorgung dies zulässt, die bisherige Ausstattung des Schulbiologiezentrums Hannover mit Anrechnungsstunden wieder herzustellen.
Der Bildungsauftrag der Schulen wird gemäß Niedersächsischem Schulgesetz in erster Linie im Unterricht and en Schulen erfüllt. Diese insgesamt maßvolle Kürzung am Schulbiologiezentrum berücksichtigt dies und führt zu mehr naturwissenschaftlichem Unterricht an den Schulen, ohne einen gravierenden Einschnitt darzustellen.
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Markurth |
| HAZ, 19.11.2009 | Land kürzt im Zentrum für Schulbiologie |
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VON BÄRBEL HILBIG Das Land will offenbar tatsächlich ein Drittel der Lehrerstunden im Schulbiologiezentrum in Burg abziehen. Dies geht aus einer Antwort an Schuldezernentin Marlis Drevermann hervor. Wir bedauern diese abschlägige Antwort des Kultusministeriums außerordentlich, und ich appelliere noch einmal dringend, von den Kürzungen abzusehen, sagt Drevermann.
Bisher ist der Botanische Schulgarten in Burg für die Unterrichtsarbeit mit drei Vollzeitlehrerstellen ausgestattet. Zum 1. Februar 2010 sollen die drei Lehrer jeweils ein Drittel ihrer Arbeitszeit an ihren Stammschulen verbringen.
Für die konkrete Arbeit im Schulbiologiezentrum bedeute das den Verlust von weit mehr Stunden, schon allein durch Fahrtzeiten zwischen den Dienstorten, betont Schuldezernentin Drevermann. Auch die so wichtige Präsenz außerhalb der reinen Unterrichtszeit wäre nicht mehr gewährleistet, da die Lehrer dann verstärkt in den Schulalltag eingebunden wären, an Konferenzen und anderen Veranstaltungen teilnehmen müssten. Die Stadt selbst finanziert insgesamt 26 Mitarbeiter auf rund 21 Vollzeitstellen sowie zusätzlich zwölf Auszubildende, die alle keine Pädagogen sind. Sie gewährleisten den Betrieb des Schulbiologiezentrums sowie die Pflege der Gärten und Tiere.
Das Kultusministerium hatte ausgeführt, dass eine Kürzung notwendig sei. Das Schulbiologiezentrum verfüge seit Jahren über die höchste Zahl an Lehrerstunden im Vergleich zu anderen außerschulischen Lernorten. Drevermann verweist dagegen auf die besondere Leistungsfähigkeit der stark von der Stadt getragenen Einrichtung. Im Jahr 2008 wurden mehr als 28 000 Schüler unterrichtet. Bezogen auf die Zahl der Lehrerstunden liegen wir damit in Niedersachsen an der Spitze. Mit der Kürzung ließe sich dies nicht aufrechterhalten." |
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Dringlichkeitsantrag Drs. 1981/2009 17.09.2009 |
Rücknahme der Kürzungen abgeordneter Unterrichtstunden im Schulbiologiezentrum durch die Landesschulbehörde |
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SPD-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover |
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Hannover, 09.09.2009 |
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Dringlichkeitsantrag gemäß § 11 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover |
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Antrag beschließen: |
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Die Verwaltung wird beauftragt, die Niedersächsische Landesregierung dazu aufzufordern, die angekündigte Kürzung der abgeordneten Unterrichtsstunden um 25% im Schulbiologiezentrum Hannover zurückzunehmen |
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Begründung: |
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Mit der angekündigten Kürzung um 25% der abgeordneten Stunden wird die pädagogische Grundlage des Schulbiologiezentrums nachhaltig geschädigt. Die Kürzung führt dazu, dass das Komplettangebot vom Unterricht bis hin zu Unterrichtsmaterialien, vom Angebot für Kleinkinder bis hin zu Erwachsenen, für SchülerInnen, StudentInnen und Lehrkräfte zur Disposition gestellt wird. Die Lehrkräfte würden in Zukunft nur noch an zwei bis zweieinhalb Tagen im Schulbiologiezentrum anwesend sein können. Durch die Fahrzeit zwischen den Dienstorten geht wertvolle Arbeitszeit verloren, die im Schulbiologiezentrum nicht mehr eingesetzt werden kann. Lehrerfortbildungen, Besuche von Studienseminaren, Beratungstermine, Termine im Zusammenhang der Vernetzung mit anderen Umweltzentren werden nur noch eingeschränkt bis gar nicht möglich. Die Kürzung geht auf jeden Fall auch zu Lasten der Beratungstätigkeit. Hiervon betroffen sind insbesondere die LehrerInnen, die aufgrund des Fachlehrermangels an den Schulen für den Biologieunterricht einspringen und dringend die Beratung des Schulbiologiezentrums brauchen und nutzen. Die lückenhafte Anwesenheit erschwert die Betreuung der PraktikantInnen aus Schule und Studium und die Betreuung der jungen Menschen, die im Schulbiologiezentrum ein Freies Ökologisches Jahr ableisten und auch bei personalintensiven Kursen wie dem Gemüsekurs und dem Apothekerkurs zum Einsatz kommen. Um die Bildung in den Naturwissenschaften an unseren Schulen qualitativ hochwertig fortführen zu können, leistet das Schulbiologiezentrum einen wichtigen Beitrag und ist daher zu 100% auch mit Unterrichtsstunden auszustatten.
Die Landesregierung wirbt mit dem Leuchtturmprojekt der Ideen Expo für die Naturwissenschaften und zerstört im Gegensatz dazu, mit der Kürzung im Schulbiologiezentrum, die Nachhaltigkeit und Kontinuität der naturwissenschaftlichen Bildung. |
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Christine Kastning, Fraktionsvorsitzende |
Lothar Schlieckau, Fraktionsvorsitzender |
| >> www.schulbiologiezentrum.info >> Schulbiologiezentrum auf der Homepage des Stadtelternrates |