PROTEST GEGEN KÜRZUNG BEIM SCHULBIOLOGIEZENTRUMr

>> Protest gegen die Kürzung im Schulbiologiezentrum - für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Schulbiologiezentrums

UNTERSCHRIFTENLISTE Presse: Land kürzt bei Umweltbildung - Nutzer kritisieren Stundenkürzung

>> Unterschriftensammlung "Keine Kürzung im Schulbiologiezentrum" Für den Erhalt der Leistungsfähigkeit des Schulbiologiezentrums gegen eine Kürzung der Lehrerstunden. Das Kultusministerium plant, die Lehrerstunden am Schulbiologiezentrum von derzeit 95 um 25 Lehrerstunden zu kürzen. Diese Kürzung hat zur Folge, dass das Angebot des Schulbiologiezentrums für Kinder und Eltern, für Schülerinnen, Schüler, Studenten und Lehrkräfte erheblich eingeschränkt werden muss. Gegen diese Kürzung protestieren wir >> mehr

  Bitte: Unterschriftenliste ausdrucken, Unterschriften sammeln und an das Schulbiologiezentrum zurückreichen !!!
Dringlichkeitsantrag in den Rat der Landeshauptstadt
>> Antrag Drs. 1981/2009

Die Verwaltung wird beauftragt, die Niedersächsische Landesregierung dazu aufzufordern, die angekündigte Kürzung der abgeordneten Unterrichtsstunden um 25% im Schulbiologiezentrum Hannover zurückzunehmen

17.09.2009 In der Ratsversammlung am 17.09.2009 wurde die erforderliche Mehrheit für die Dinglichkeit nicht erreicht. Die CDU-Fraktion stimmte dem Antrag auf Dringlichkeit nicht zu.
22.10.2009 Der Antrag steht auf Tagesordnungspunkt 11 der Ratsversammlung
11.2009 In der Novembersitzung des Rates wird dem Antrag der CDU stattgegeben, den Antrag in den Schulausschuss zur Beratung zu geben.
26.11.2009 HAZ, "Schulausschuss kämpft für Schulbiologie": Die vom Land angekündigten Kürzungen im Schulbiologiezentrum sind gestern im Schulausschuss auf heftige Kritik gestoßen....Garnet Eichholz vom Stadtelternrat betonte, für Kinder sei das Lernen mit Hand, Herz und Verstand im Schulbiologiezentrum besonders wichtig und einprägsam. Die Lehrer sind dort vielfältig eingesetzt: Sie unterrichten, bilden Studenten aus und Lehrer fort, entwickeln Arbeitshilfen für den Unterricht und beraten ihre Kollegen an den Schulen.
26.11.2009 NP, "Rückendeckung für Schulsozialarbeiter": CDU und FDP verteidigten die Kürzungen, da es einen großen Fachlehrermangel gebe und die Priorität auf dem Unterricht in der Schule liegen sollte. Dem widersprach Garnet Eichholz vom Stadtelternrat: „Gerade im Schulbiologiezentrum lernen die Kinder mit Herz, Hand und Verstand viel effektiver.“
Antrag in den Stadtbezirksrat Herrenhausen-Stöcken - 12:0:5
>> Antrag Drs. 15-2001/2009 30.09.2009

Bündnis 90 / Die Grünen: Die Verwaltung wird beauftragt, die Niedersächsische Landesregierung aufzufordern, die angekündigte Kürzung der abgeordneten Unterrichtsstunden um 25% im Schulbiologiezentrum Hannover zurückzunehmen.

12 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 5 Enthaltungen
>> Antrag der SPD-Herrenhausen-Stöcken SPD Herrenhausen-Stöcken: Die Verwaltung wird gebeten, sich gegenüber dem Land Niedersachsen für die Beibehaltung aller Lehrerstellen im Schulbiologiezentrum in Burg einzusetzen.
  12 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 5 Enthaltungen

Sitzverteilung im Stadtbezirksrat Herrenhausen-Stöcken - Gesamt: 19 Sitze

SPD-Fraktion 10 Sitze
CDU-Fraktion 5 Sitze
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 2 Sitze
FDP Einzelvertreter 1 Sitz
BSG Einzelvertreter 1 Sitz

Antrag in den Stadtbezirksrat Döhren-Stöcken
>> Antrag der SPD Döhren-Wülfel

SPD Döhren-Wülfel: Die Verwaltung wird beauftragt, die Niedersächsische Landesregierung aufzufordern, die angekündigte Kürzung der abgeordneten Unterrichtsstunden um 25% im Schulbiologiezentrum Hannover zurückzunehmen.

Antwort des Schulbiologiezentrums auf eine Anfrage der CDU-Bezirkratsfraktion zur Nutzung des Schulbiologiezentrums durch die Grundschulen in Döhren/Wülfel
29.09.2009 Glockseeschule: Erhalt des bisherigen Angebotes
30.09.2009 RS Gustav-Stresemannallee-Realschule: aus fachlichen und pädagogischen Gründen ist jetziges Angebot zwingend erforderlich
01.10.2009 Christian-Andersen-Schule: unterstützt den Antrag im Bezirksrat

In der Sitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel am 01.10.2009 zog die CDU-Bezirksratsfraktion den Antrag zur Beratung in ihre Fraktion. Der Antrag steht dann wieder auf der Bezirksratssitzung im November.

In der Sitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel am 05.11.2009 ergab die Abstimmung: 12 Stimmen dafür, 6 Stimmen dagegen, 0 Enthaltungen
PRESSE Presse: Land kürzt bei Umweltbildung - Nutzer kritisieren Stundenkürzung
HAZ, 26.11.2009 >> Schulausschuss kämpft für Schulbiologie ...Die vom Land angekündigten Kürzungen im Schulbiologiezentrum sind gestern im Schulausschuss auf heftige Kritik gestoßen....Garnet Eichholz vom Stadtelternrat betonte, für Kinder sei das Lernen mit Hand, Herz und Verstand im Schulbiologiezentrum besonders wichtig und einprägsam. Die Lehrer sind dort vielfältig eingesetzt: Sie unterrichten, bilden Studenten aus und Lehrer fort, entwickeln Arbeitshilfen für den Unterricht und beraten ihre Kollegen an den Schulen.
NP, 26.11.2009 >> Rückendeckung für Schulsozialarbeiter : CDU und FDP verteidigten die Kürzungen, da es einen großen Fachlehrermangel gebe und die Priorität auf dem Unterricht in der Schule liegen sollte. Dem widersprach Garnet Eichholz vom Stadtelternrat: „Gerade im Schulbiologiezentrum lernen die Kinder mit Herz, Hand und Verstand viel effektiver.“
HAZ, 19.11.2009 >> Land kürzt im Zentrum für Schulbiologie : Zum 1. Februar 2010 sollen die drei Lehrer jeweils ein Drittel ihrer Arbeitszeit an ihren Stammschulen verbringen. Für die konkrete Arbeit im Schulbiologiezentrum bedeute das den Verlust von weit mehr Stunden, schon allein durch Fahrtzeiten zwischen den Dienstorten, betont Schuldezernentin Drevermann. „Auch die so wichtige Präsenz außerhalb der reinen Unterrichtszeit wäre nicht mehr gewährleistet, da die Lehrer dann verstärkt in den Schulalltag eingebunden wären, an Konferenzen und anderen Veranstaltungen teilnehmen müssten.“ Die Stadt selbst finanziert insgesamt 26 Mitarbeiter auf rund 21 Vollzeitstellen sowie zusätzlich zwölf Auszubildende, die alle keine Pädagogen sind. Sie gewährleisten den Betrieb des Schulbiologiezentrums sowie die Pflege der Gärten und Tiere.
HAZ, 03.11.2009 >> Neue Leiterin für Schulbiologie. Das Schulbiologiezentrum hat wieder eine Leiterin: Die promovierte Biologin Regine Leo stellte sich gestern Mitarbeitern und Ehrenamtlichen vor. Sie war vorher in der universitären Forschung, in einem Biotechnologieunternehmen und im staatlichen Gewerbeaufsichtsamt tätig. Schuldezernentin Marlis Drevermann betonte die Wichtigkeit des Zentrums für die naturwissenschaftliche Bildung. „Wir hoffen sehr, dass das Land die Bedeutung genauso bemisst.“
NP, 03.11.2009 >> SBZ: Neue Leitung muss Probleme anpacken. .... „In Sachen naturwissenschaftlicher Bildung ist das SBZ die erste Adresse“, lobte Drevermann. ... Drevermann spielte damit auf die Pläne des Kultusministeriums an, wegen des Fachlehrermangels in den Naturwissenschaften 25 der 95 Lehrerstunden am SBZ zu streichen und die Vollzeitlehrkräfte wieder an ihren Herkunftsschulen einzusetzen. Das SBZ sieht sich durch die Kürzung mit massiven Problemen konfrontiert und fürchtet um seine Leistungsfähigkeit. ... Hans-Joachim Fichtner vom Kultusministerium versuchte die angespannte Situation zu entschärfen: „Wir haben die Vorgabe, vorübergehend 25 Stunden einzusparen, sind aber sehr bemüht, dass das SBZ diese so schnell wie möglich wiederbekommt.“ ...
HAZ, 31.08.2009 >> Thema des Tages: Von Kräutern und Mimosen. Die geplanten Kürzungen fanden meist wenig Verständnis. >> mehr
HAZ, 31.08.2009 >> Eltern schreiben Petition Der Regionselternrat hat sich mit einem Brief an das Kultusministerium für das Schulbiologiezentrum eingesetzt und darum gebeten, alle Lehrer ohne Kürzung von Stunden an der Einrichtung zu lassen. >> mehr
HAZ, 22.08.2009 >> Schulen wollen Umweltlehrer nicht zurück. ... IGS-Direktoren setzen sich per Brief gegen Kürzungen beim Schulbiologiezentrum ein ... >> mehr
HAZ, 19.08.2009 >> Kritik an Stundenkürzung. „Ein Abbau würde langfristig aufgebaute Kompetenzen zerstören. Die Qualität der Lehrerausbildung würde leiden“..>> mehr
HAZ, 18.08.2009 >> Land kürzt bei Umweltbildung. Abgeordnete Lehrer im Schulbiologiezentrum sollen wieder in die Schulen zurück. .Das Land plant offenbar drastische Einschnitte im Schulbiologiezentrum. ... ..„Die Lehrer bilden das pädagogische Fundament der Einrichtung. Dieses wird erheblich geschädigt“...>> mehr

HAZ - mehrere Artikel vom 18.-22.08.2009

>> Drei Artikel in der HAZ vom 18.-22.08.2009 als pdf / 18.08.2009 "Land kürzt bei Umweltbildung" - Abgeordnete Lehrer im Schulbiologiezentrum sollen wieder in die Schulen zurück / 19.08.2009 "Kritik an Stundenkürzung" - Nutzer verteidigen Schulbiologiezentrum / 22.08.2009 "Schulen wollen Umweltlehrer nicht zurück" - IGS-Direktoren setzen sich per Brief gegen Kürzungen beim Schulbiologiezentrum ein >> als pdf, 28 kb
FÖRDERVEREIN Der Förderverein nimmt Stellung
08.08.2009

>> Schreiben des Fördervereins an das Kultusministerium (als pdf): " .... Die Maßnahme bringt relativ wenige Unterichtsstunden in der Statistik der drei Stammschulen,bedeutet aber erhebliche Folgen für alle anderen Schulen der Region Hannover. Wir bitten Sie daher,
diese Kürzung, die weitreichende Folgen für das Schulbiologiezentrum hat, rückgängig zu machen
und versuchen in den weiteren Ausführungen, Ihnen die Konsquenzen deutlich zu machen" >> mehr als pdf, 158 kb

26.08.2009

>> Welche Folgen hat die Kürzung - Stellungnahme des Fördervereins (als pdf, Seite 1):
" ... Da die Lehrer/innen nun an mindestens drei Tagen in den Schulen sind, bleibt nur wenig Zeit für die
Aufgaben im Schulbiologiezentrum übrig.

* Die pädagogische Betreuung der Honorarkräfte, der Gärtner/innen, der Imker usw., die im Schulbiologiezentrum Unterricht machen, kann nicht mehr gewährleistet werden.
* Die pädagogische Betreuung der Leihstelle für Materialien, Modelle, Tiere, Pflanzen kann nicht mehr gewährleistet werden.
* Die Lehrerfortbildungen im naturwissenschaftlichen Bereich und die Fortbildungen für Erzieherinnen in der naturwissenschaftlichen Grundbildung müssen gekürzt werden.
* Das Erarbeiten aktueller Arbeitshilfen und die Betreuung der Pflanzenlieferungen können nur noch in eingeschränkter Form erfolgen.
* Die Beratung von Lehrkräften, insbesondere wenn sie fachfremd unterrichten, wird nur noch eingeschränkt möglich sein.
* Die Begleitung und Beratung der Studienseminare, Studentinnen und Schülerpraktikantinnen kann nicht mehr regelmäßig erfolgen.
* Den Schulen können nicht mehr pro Schuljahr zwei Unterrichtstage im Schulbiologiezentrum angeboten werden.
* Die Pflege der Internetseite www.schulbiologiezentrum.info wird nicht mehr möglich sein.
  >> mehr als pdf, 62 kb, Seite 1
26.08.2009 >> Das Schulbiologiezentrum Hannover – einzigartig in der Welt (als pdf, Seite 2)
Mit dem Sondererlass des MK vom Januar 1982 wurde bestätigt, dass es sich bei den Leistungen des Schulbiologiezentrums Hannover „eindeutig um Aufgaben“ handelt, „ die nach dem Niedersächsischen Schulgesetz vom Land zu erfüllen sind, für die demgemäß das Land auch die sächlichen und personellen Mittel vorhalten müsste“. Wie in dem Erlass gefordert, erhielt die Bezirksregierung seit dieser Zeit bis heute jährlich ausführliche Leistungs- und Arbeitsberichte von jeder einzelnen Lehrkraft, in denen die erteilten Unterrichts- und Beratungsstunden sehr genau zusammengestellt sind.
Diese Berichte geben einen Überblick über die unterschiedlichen Arbeitsfelder. Von Beginn der Abordnung an beträgt die Wochenarbeitszeit für jede Lehrkraft 40 Zeitstunden, die in der Regel oft überschritten werden.
Mit diesem Erlass wurde das einmalige Modell fruchtbarer Zusammenarbeit in der Umweltbildung zwischen der Landeshauptstadt Hannover und dem Land Niedersachsen bestätigt und gefestigt. >> mehr als pdf, 62 kb, Seite 2
03.09.2009 >> Kritik des Fördervereins an der Antwort des Kultusministeriums: Das Kultusministerium hatte auf eine Anfrage der beiden Hannoveraner Landtagsabgeordneten Jüttner und Politze geantwortet: "Durch die Kürzung werden zukünftig im geringen Umfang weniger Schulklassen durch Lehrkräfte begleitet werden können. Dies schließt jedoch eine Betreuung der Schulklassen durch Angestellte des Zentrums nicht aus." Der Förderverein hat die Entscheider im Kultusministerium eingeladen, sich im Gespräch im Schulbiologiezentrum mit den an das Schulbiologiezentrum abgeordneten Lehrkräften und den Schulleitungen der "Stammschulen" sachkundig zu machen >> mehr
NUTZER "Der kurzzeitige Nutzen für drei Schulen steht in keinem Verhältnis zu dem langfristigen Schaden"
HAZ, 19.08.2009 >> Kritik an Stundenkürzung. „Ein Abbau würde langfristig aufgebaute Kompetenzen zerstören. Die Qualität der Lehrerausbildung würde leiden“..>> mehr
HAZ, 18.08.2009 >> Land kürzt bei Umweltbildung. Abgeordnete Lehrer im Schulbiologiezentrum sollen wieder in die Schulen zurück. .Das Land plant offenbar drastische Einschnitte im Schulbiologiezentrum. ... ..„Die Lehrer bilden das pädagogische Fundament der Einrichtung. Dieses wird erheblich geschädigt“...>> mehr

18.08.2009

>>Schulleiter der Integrierten Gesamtschulen (als pdf): "... Damit würde die Arbeit des Zentrums, die allen Schulen Hannovers zugute kommt und, wie ich für meine eigene Schule versichern kann, von herausragender Bedeutung für einen exzellenten Biologie– und Umweltunterricht ist, erheblich
beeinträchtigt, ja sogar in Frage gestellt, da die Erfolgsgeschichte des seit mehr als 25 Jahren bestehenden Zentrums auf dem Modell eines eingespielten Teams aus verschiedenen Fachkräften beruht, zu dem eben auch zwingend immer mindestens drei Vollzeitlehrkräfte gehören.
Der angestrebte kurzzeitige Nutzen – Verbesserung der Unterrichtsversorgung an zwei oder drei Schulen – würde aus meiner Sicht in keinem Verhältnis stehen zu dem langfristigen Schaden, der durch diese Maßnahme dem naturwissenschaftlichen Unterricht und der Umwelterziehung an all den Schulen zugefügt würde, die bisher von dem pädagogischen Angebot des schulbiologischen Zentrums profitiert haben >> mehr als pdf, 49 kb
26.08.2009 >> Lehrerinnen der Freien Waldorfschule Maschsee (als pdf): "Als Biologielehrerinnen schätzen wir das Wissen und Können der Mitarbeiter des
Schulbiologiezentrums in Hannover ungemein. In dieser Woche können wir an einer Fortbildung zu einem unserer Abiturschwerpunktthemen dort teilnehmen. Wir leihen gerne Material aus und können dadurch unseren Unterricht lebendiger und für die Schüler interessanter gestalten. ... Wir möchten auf die Angebote des Schulbiologiezentrums auf keinen Fall verzichten! Uns ist bekannt, dass an den Schulen naturwissenschaftliche Lehrkräfte fehlen. Jedoch ausgerechnet von der Einrichtung Lehrerstunden zu nehmen, die die Schulen in den Naturwissenschaften landesweit unterstützt, ist auch für die Schulen kontraproduktiv. Deshalb fordern wir ausdrücklich die massiven Kürzungen der Abordnungsstunden im Schulbiologiezentrum umgehend zurückzunehmen! >> mehr als pdf, 7 kb
28.08.2009 >> Regionselternrat (als pdf): "... Der Abzug von Lehrkräften würde das Schulbiologiezentrum in Hannover unverhältnismäßig im Vergleich mit anderen ähnlichen Zentren treffen. Die Multiplikatorenfunktion der am Zentrum eingesetzten Lehrkräfte entfällt. ... Ohne die Kontinuität der Lehrkräfte ist die Arbeit der Honorarkräfte und ehrenamtlichen Helfern gefährdet. Selbst die betroffenen Schulen verlangen keine Rückkehr „ihrer“ Pädagogen, da sie deren Arbeit im Schulbiologiezentrum für sinnvoller erachten. Der Regionselternrat fordert das Kultusministerium dringend auf, von der Maßnahme Abstand zu nehmen!" >> mehr als pdf, 97 kb
 

>> E&W, Erziehung und Wissenschaft, 19.10.2009 als pdf
>> GEW Niedersachsen
HAZ, 31. 08.2009 THEMA DES TAGES, Von Kräutern und Mimosen

Rund 4000 Kinderund Erwachsene kamen gestern ins Schulbiologiezentrum. Die geplanten Kürzungen fanden meist wenig Verständnis.

VON BÄRBEL HILBIG
Kaum hatte das Schulbiologiezentrum gestern seine Pforten für das jährliche Umweltforum mit rund 40 Vereinen und Organisationen geöffnet, schleppten schon die ersten Familien strahlend bunt leuchtende Astern, Gräser oder Fuchsien zu ihren Autos. Auch Sabine Ritter aus Garbsen sicherte sich als Erstes Lose für die beliebte Pflanzentombola. Verlieren kann hier eigentlich niemand, denn auch drei Nieten ergeben einen Gewinn. Und das lassen sich Pflanzenliebhaber nicht zweimal sagen. „Vergangenes Jahr haben wir eine fleischfressende Pflanze gewonnen, dieses Mal habe ich eine Mimose ausgesucht“, erzählte Ritter.

Wie wohl die meisten der rund 4000 Besucher hatte Ritter bereits von den bevorstehenden Kürzungen im Schulbiologiezentrum gehört. Das Land will die drei Vollzeitlehrer mit einem Teil ihrer Zeit wieder zum Unterricht in ihre Stammschulen schicken. „Das Schulbiologiezentrum ist etwas ganz Besonderes. Es wäre total schade, wenn das Angebot eingeschränkt wird“, sagte Sabine Ritter. Die Schule ihres Sohnes Mika hole sich regelmäßig Material für den Unterricht ab, kürzlich zum Beispiel Achatschnecken.
Ihre Schwester konnte als Lehrerin lebendige Seidenraupen ausleihen, die sie bis zur Verpuppung und Rückgabe täglich mit frisch gesammelten Blättern fütterte.
Ritter selbst ist mit Mika häufig zu den Veranstaltungen am Sonntagmorgen gegangen, in denen Kinder Tiere und Pflanzen entdecken. „Für ältere Besucher gibt es Führungen über Obstschnitt oder Kräuter, und alles kostenlos.“

Gestern ließen sich Mika und sein Freund Ricard von Alven von Apothekerin Kerstin Wahlbuhl zeigen, wie sie selbst Pfefferminzdragees herstellen können. Wahlbuhl füllte Zuckerplätzchen und in Alkohol gelöstes Minzöl in ein Apothekerglas. „Das schüttelt ihr zwei Tage lang immer wieder, lüftet ab und zu ein bisschen, dann sind die Dragees fertig.“ Vollends verblüfft waren die beiden Neunjährigen, als sie hörten, dass die Apotheker ihre Pfefferminzdrops noch genauso per Hand herstellen.

Auch Christa Grigat, Lehrerin einer Grund- und Hauptschule in Hameln, kritisiert die Kürzungspläne des Landes. Sie fährt regelmäßig mit Klassen ins Schulbiologiezentrum. Durch die gute Absprache mit den Lehrern vor Ort sei dies trotz der von Hameln aus aufwendigen Fahrt bisher sehr lohnenswert. „Die Schüler sind hier im Garten sehr aufnahmefähig, sodass der Tag nachhaltig auf sie wirkt.“ Das Land fordere ja auch von den Lehrern, außerschulische Lernorte zu besuchen. Der Abzug von Pädagogen aus dem Zentrum passe dazu nicht, sagt Grigat. „Wo lernt man mehrvon der Natur als in der Natur?“

Der Förderverein des Schulbiologiezentrums rannte denn auch mit seinen Unterschriftenlisten zur Unterstützung der Einrichtung bei vielen Besuchern offene Türen ein. „Alle Leute hier arbeiten viel mehr als sie müssten. Die Lehrer sind mit Schülerkursen, Beratung ihrer Kollegen in den Schulen, Fortbildung und Ausarbeitung von Lehrmaterial voll ausgebucht“, betonte Inge Mikeska, die sich ehrenamtlich engagiert. Den pädagogisch angeleiteten, einprägsamen Umgang mit Pflanzen könnten etliche Biostunden mit Buch nicht ausgleichen.
Regionspräsident Hauke Jagau, der mit seinen Söhnen das Umweltforum besuchte, warf dem Land Inkonsequenz vor. „Man erwartet, dass sich Kinder für Naturwissenschaften interessieren, macht dafür eine große Show wie die IdeenExpo, reißt aber die Grundlage weg.“ Die IdeenExpo sei eine gute Veranstaltung, setze aber nur kurzfristig Impulse. „Für die Nachhaltigkeit braucht man stabile Angebote.“

HAZ, 31. 08.2009 Eltern schreiben Petition

Nutzer verteidigen Schulbiologiezentrum

Der Regionselternrat hat sich mit einem Brief an das Kultusministerium für das Schulbiologiezentrum eingesetzt und darum gebeten, alle Lehrer ohne Kürzung von Stunden an der Einrichtung zu lassen. Das Ministerium hatte angekündigt, die drei Vollzeitlehrer zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung mit einem Teil ihrer Arbeitszeit wieder an ihre Stammschulen zu schicken.
Die gewählten Elternvertreter weisen darauf hin, dass die betroffenen Pädagogen durch ihren vollen zeitlichen Einsatz bisher die Kontinuität bei der Betreuung von Honorarkräften und Ehrenamtlichen gewährleisten. Außerdem wirkten die Lehrer am Zentrum als Multiplikatoren,
da sie andere Lehrer weiterbilden und beraten.
All dies sei bei einer Reduzierung der Arbeitszeit gefährdet. Die Eltern kritisieren zudem, der Abzug von Pädagogen würde das Schulbiologiezentrum im Vergleich mit anderen Einrichtungen unverhältnismäßig treffen. bil

>> Regionselternrat (als pdf): "... Der Abzug von Lehrkräften würde das Schulbiologiezentrum in Hannover unverhältnismäßig im Vergleich mit anderen ähnlichen Zentren treffen. Die Multiplikatorenfunktion der am Zentrum eingesetzten Lehrkräfte entfällt. ... Ohne die Kontinuität der Lehrkräfte ist die Arbeit der Honorarkräfte und ehrenamtlichen Helfern gefährdet. Selbst die betroffenen Schulen verlangen keine Rückkehr „ihrer“ Pädagogen, da sie deren Arbeit im Schulbiologiezentrum für sinnvoller erachten. Der Regionselternrat fordert das Kultusministerium dringend auf, von der Maßnahme Abstand zu nehmen!" >> mehr als pdf, 97 kb
HAZ, 22. 08.2009 Schulen wollen Umweltlehrer nicht zurück

IGS-Direktoren setzen sich per Brief gegen Kürzungen beim Schulbiologiezentrum ein

VON BÄRBEL HILBIG
Die Schulen, die von der Rückkehr ihrer ins Schulbiologiezentrum abgeordneten Lehrer profitieren würden, legen darauf offenbar gar keinen Wert. „Wir arbeiten seit vielen Jahren sehr intensiv mit dem Schulbiologiezentrum zusammen. Unsere Lehrer und Schüler sind jedes Mal sehr angetan von den Kursen“, sagt Oswald Nachtwey, Leiter der Integrierten Gesamtschule (IGS) List. Er setze sich deshalb uneingeschränkt dafür ein, dass keine Arbeitsstunden aus dem Zentrum abgezogen werden. „Es ist ein wichtiger außerschulischer Lernort, der unter allen Umständen erhalten werden sollte.“ Eine Lehrerin der IGS List arbeitet seit Langem Vollzeit im Schulbiologiezentrum.
Das Kultusministerium will sie und die beiden anderen Vollzeit-Lehrer der Einrichtung mit rund der Hälfte ihrer Arbeitszeit an die Mutterschulen zurückbeordern, um dem Mangel an Naturwissenschaftslehrern zu begegnen.
„Damit würde etwas kaputt gemacht, das in langen Jahren aufgebaut wurde“
, sagt auch Michael Bax, Leiter der IGS Mühlenberg. Dabei hatte Bax sich im ersten Moment über die zusätzlichen Stunden durchaus gefreut. Die IGS betreibt selbst ein Schul-LAB, das auch andere Schulen für den naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen können.
Bisher bekam die IGS dafür zehn Extrastunden pro Woche. Das sollte jetzt auf 15 Stunden aufgestockt werden. „Wir haben jahrelang dafür gekämpft. Aber das Schulbiologiezentrum hat für mich in dieser Situation Priorität.“
Die sieben Integrierten Gesamtschulen Hannovers haben sich in einem Brief an das Kultusministerium geschlossen hinter das Schulbiologiezentrum gestellt.
Die Erfolgsgeschichte des seit mehr als 25 Jahren bestehenden Zentrums beruhe auf einem eingespielten Team von verschiedenen Fachkräften, zu dem zwingend mindestens drei Vollzeitlehrer gehören, heißt es in dem Schreiben. Der angestrebte kurzzeitige Nutzen würde in keinem Verhältnis zu dem langfristigen Schaden stehen. Die Schulen bitten deshalb um Rücknahme der Kürzung.

HAZ, 19. 08.2009 Kritik an Stundenkürzung

Nutzer verteidigen Schulbiologiezentrum

VON BÄRBEL HILBIG
Das Kultusministerium hat auch gestern zu den angekündigten Stundenstreichungen im Schulbiologiezentrum nicht Stellung genommen, nachdem am Montag eine Prüfung des Sachverhalts angekündigt worden war. Die Landesschulbehörde hatte mitgeteilt, ein Viertel der Lehrerstunden abzuziehen.
Barbara Frank, schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, lobt die „beachtenswerte“ Arbeit des Zentrums. „Ich hoffe, dass sich trotz Lehrermangels an den Schulen eine andere Lösung finden lässt.“ Andere Kenner der Einrichtung werden in ihrer Kritik deutlicher.
„Ein Abbau würde langfristig aufgebaute Kompetenzen zerstören. Die Qualität der Lehrerausbildung würde leiden“, sagt Jörg Zabel vom Institut für Didaktik der Naturwissenschaften der Leibniz Universität. Die Uni nutzt das Schulbiologiezentrum für die praxisnahe Ausbildung der Lehramtsstudenten.
Axel Knoth, stellvertretender Leiter der Goetheschule, hebt das vielfältige Angebot für den gesamten naturwissenschaftlichen Unterricht hervor. „Das kann man am grünen Tisch, wenn man Stunden zusammenrechnet, gar nicht ermessen.“
Almut Ellenberg von der Hauptschule Badenstedt verweist auf die fächerübergreifenden Angebote der Lehrer am Zentrum, die Schülern zum Beispiel auch Lust auf Mathematik vermitteln. „Wenn die Mitarbeiter jetzt an verschiedenen Tagen stundenweise in die Schule gehen, sind sie auch für die Beratung nicht mehr erreichbar.“ bil

>> www.schulbiologiezentrum.info >> Schulbiologiezentrum auf der Homepage des Stadtelternrates
HAZ, 18. 08.2009 Land kürzt bei Umweltbildung

Abgeordnete Lehrer im Schulbiologiezentrum sollen wieder in die Schulen zurück

VON BÄRBEL HILBIG
Das Land plant offenbar drastische Einschnitte im Schulbiologiezentrum.

Die Einrichtung beruht wesentlich auf der Arbeit der vom Land abgeordneten Lehrer. Angesichts des Mangels an Fachlehrern für Naturwissenschaften sollen die Pädagogen nun aber wieder stärker in ihren Stammschulen unterrichten.

„Die Lehrer bilden das pädagogische Fundament der Einrichtung. Dieses wird erheblich geschädigt“, sagt Hans-Dieter Keil-Süllow, Fördervereinsvorsitzender des Schulbiologiezentrums. Insgesamt arbeiten fünf Lehrer in der Einrichtung, drei davon Vollzeit. Die fünf Pädagogen geben 95 Unterrichtsstunden pro Woche. 25 Stunden sollen sie nun wieder in einer normalen Schulklasse stehen. Dazu kommen Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung, Konferenzen und Ähnliches.
In der letzten Ferienwoche erfuhren die Mitarbeiter per Telefon, dass ihnen – eigentlich schon mit Wirkung zum 1. August – ein Wechsel des Arbeitsplatzes bevorsteht.
„Schriftlich liegt uns von der Landesschulbehörde bis heute nichts vor“, sagt Keil-Süllow. Der Vorsitzende des Fördervereins hält die Planung für wenig ausgereift. „Die im Schulbiologiezentrum eingesetzten Lehrer haben eine immense Multiplikatorenfunktion.“ Sie unterrichten dort Lehramtsstudenten, bilden Lehrer fort, beraten ihre Kollegen, die im Zentrum Pflanzen, Tiere oder anderes Unterrichtsmaterial ausleihen und leiten Honorarkräfte, Gärtner und Tierpfleger an, die ebenfalls in die pädagogische Arbeit eingebunden werden. „Lehrer, die ihre Klassen ins Schulbiologiezentrum begleiten, lernen auch, wie ihre Kollegen dort Material im Unterricht einsetzen.“ Die Nachfrage sei so groß, dass der Förderverein etliche Honorarkräfte finanziert, berichtet Keil-Süllow. Außerdem engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche, oft selbst ehemalige Pädagogen.
„Doch ohne die Kontinuität bei den Lehrern ist das alles gefährdet.“

Bei der Stadt ist man auch über das ganze Procedere irritiert. Das Schulbiologiezentrum ist eine gemeinsame Einrichtung von Stadt und Land zur Umweltbildung.Die Ausbildung und Weiterbildung von Lehrern ist Sache des Landes, sagt Petra Martinsen, Leiterin des Fachbereichs Schule. „Die Stadt engagiert sich mit dem Zentrum umfangreich für staatliche Aufgaben.“ Dennoch erfuhr Martinsen nur am Rande und per Telefon von der Personalplanung. Schuldezernentin Marlis Drewermann hat das Land per Brief um eine Erklärung gebeten, bisher aber keine Antwort erhalten.
Die Grünen im Rat kritisieren die Kürzung. Die Landesregierung agiere konzeptlos, um einige Lehrerstunden zusammenzukratzen, sagt Regine Kramarek.
„Das Schulbiologiezentrum bietet praxisorientierte Unterrichtskurse für jährlich rund 15 000 Schüler.“ Ihr Ratskollege Mark Bindert fordert eine Aufstockung der Stunden statt der Kürzung. Stefan Politze, SPD-Landtagsabgeordneter, hat eine Anfrage gestellt: Die Auswirkungen für einen sonst so hoch gelobten außerschulischen Lernort seien erheblich.

>> www.schulbiologiezentrum.info >> Schulbiologiezentrum auf der Homepage des Stadtelternrates